Wörterbuch der Beschaffung
Selbst Basisbegriffe wie Sourcing und Procurement haben schon unterschiedliche Bedeutungen in Großbritannien und den USA. Seien Sie also unbesorgt, wenn Sie auf bestimmte Ausdrücke oder Drei-Buchstaben-Abkürzungen stoßen, die Sie nicht verstehen. Um Missverständnisse zu minimieren, hat IBX in Zusammenarbeit mit dem Efficient Purchasing Magazine die wissenswertesten Begriffe zusammengefasst.
Purchasing dictionary
AA
(Award Analysis) Preisanalyse
APP
(Annual Procurement Plan) Jahreseinkaufsplan
APR
(Advance Purchasing Request) Vorab-Einkaufsanfrage Öffentliche Anfrage für ein Preis oder Angebot (Rfx) für neue Produkte und Dienstleistungen, die sich noch nicht in der Produktion befinden (vgl. PCR).
Auktion
Die Auktion bringt Käufer und Verkäufer für jeden Markt (oder Börse) zusammen, um Transaktionen in beliebiger Menge zu jeder Zeit durchführen zu können. Interessenten können eine Anfrage für Produkte und Dienstleistungen einreichen, auf die Lieferanten mit einem Angebot reagieren.
B2B
Business-to-Business
B2C
Business-to-Consumer (Verbraucher)
B2D
Business-to-Distributor (Lieferant)
B2E
Business-to-Employee (Mitarbeiter)
B2G
Business-to-Government (Regierung)
Batna
(Best alternative to negotiated agreement) Beste Alternative zu verhandeltem Vertrag
Batna wird oft als das niedrigste noch akzeptable Niveau für einen Einkäufer bei einer Verhandlung bezeichnet.
Bid-Feld
Bei eSourcing ist das Bid-Feld das Eingabefeld für Angebote und umfasst alles, was der Käufer vom Lieferanten beantwortet haben will. In den Bid-Feldern werden die Preise festgelegt.
Bid/Quote-Prozess
Ein anderer Begriff für die umgekehrte Auktion.
Birdwatching
Dieser Begriff beschreibt nicht-aktive Teilnehmer in einer eAuction. Viele Einkäufer behalten sich das Recht vor, Birdwatchers von ihren eAuctions auszuschließen.
BPA
(Blanket purchase agreement) Rahmenkaufvertrag
Ein Instrument bei der Beschaffung, mit dem Käufer Waren und Dienstleistungen zu vorab verhandelten Preisen unter vorab verhandelten Bedingungen kaufen können. BPAs sind in der Regel für ein Jahr geschlossene Verträge.
Bullwhip Effect
(Peitscheneffekt)
Ein tief greifendes Problem der Beschaffungskette, wobei die Bestellvariabilität ansteigt, wenn die Nachfrage zunimmt. Grundsätzlich steigt die Nachfrage an, wenn die Bestellungen vom Einzelhändler zurück an den Lieferanten, an die ursprünglichen Gerätehersteller, an die Lieferanten der Stufe 1 und so weiter gesendet werden.
BSC
(Balanced scorecard)
Konzept zur Messung der Aktivitäten einer Organisation im Hinblick auf ihre Vision und Strategien, um den Führungskräften einen umfassenden Überblick über die Leistungsfähigkeit und Effektivität des Unternehmens zu bieten.
Cash-to-Cash-Zyklen
Die zeitliche Differenz zwischen der monetären Ausgabe für Rohstoffe, direkte Waren und Betriebsstoffe und dem Zahlungseingang vom Kunden für Fertigprodukte. Softwareunternehmen für eCommerce beanspruchen oft für sich, die Cash-to-Cash-Zykluszeiten zu reduzieren.
CEM
(Contract Electronic Manufacturer)
Elektronikhersteller unter Vertrag
Zentral geleitete Beschaffungsfunktion
Bei einer zentral geleiteten Beschaffungsfunktion konzentriert sich ein „Center of Excellence" auf die betriebliche Beschaffungsstrategie, auf strategische Güter, optimale Verfahren und den Wissensaustausch und überlässt die einzelnen Einkäufe und taktischen Ausführungen den Geschäftsbereichen. Hat alle Vorteile zentralisierter und dezentralisierter Modelle mit minimalen Nachteilen. Das vom Center geleitete Modell basiert auf funktionsübergreifenden Teams, die alle wichtigen Geschäftsbereiche repräsentieren, und erlaubt das Erstellen von flexiblen Prozessen in der Beschaffungskette und von Güterstrategien.
Change Management
Change Management ist der strukturierte Ansatz für das Management von Veränderungen bei Personen, Teams und Organisationen. Ein erfolgreicher Change Management Prozess ist oft der Schlüssel zu einer erfolgreichen Transformation der Beschaffung.
Collaboration
Die Verwendung webbasierter Software zum Zweck des Informationsaustauschs zwischen Unternehmen oder Organisationen. Design Collaboration ermöglicht beispielsweise Ingenieuren aus verschiedenen Unternehmen, ihre Pläne und Daten in Echtzeit auszutauschen.
Collaborative Commerce
B2B-Systeme, bei denen Unternehmen interaktive Daten austauschen sowie online Pläne entwickeln und Produkte erstellen können.
Content
Online-Material inklusive Veröffentlichungen und Katalogdaten.
Content Management
Content Management wird manchmal auch als „Knowledge Management” bezeichnet. Dieser Begriff wird häufig in Bezug auf den Bearbeitungsprozess der Informationen benutzt, die dem Käufer oder Verkäufer in einem Katalog präsentiert werden, einschließlich Artikelnummern, Beschreibungen und Gerätegrößen. Der Begriff bezieht sich außerdem auf den Prozess der Hervorhebung, Speicherung, Sortierung, Kodierung, Integration, Aktualisierung und den Schutz hinsichtlich aller Informationen.
CPFR
(Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment) Kollektive Planung, Prognose und Lagerauffüllung
Eine Art von Softwaresystem, mit dem Unternehmen interaktive Informationen zur Produktion, zum Inventar und Bestellwesen online mit ihren Partnern austauschen können.
CRM
(Customer Relationship Management) Kundenbeziehungsmanagement Die Verwendung von webbasierter Software zur Analyse des Kundenverhaltens. CRM-Systeme speichern im Allgemeinen die Kundeninformationen, die bei Verkaufsgesprächen, Einkäufen und durch Kundendienstzentren gesammelt wurden.
CSM
(Consumption and Specification Management) Verbrauchs- und Spezifikationsmanagement CSM dient zur Erfassung interner Nachfrage von externen Waren und Dienstleistungen zur Identifikation zugrunde liegender Kostentreiber, zur Angleichung der Einkäufe an den betrieblichen Bedarf und zur Eliminierung unnötigen Verbrauchs.
CSR
(Corporate Social Responsibility) Sozialverantwortliches unternehmerisches Handeln
C-Suite
Kollektive Bezeichnung für Mitglieder des Führungsteams
Dezentralisierte Beschaffungsfunktion
Im traditionell dezentralisierten Modell der Beschaffung ist jeder Geschäftsbereich, jede Funktion oder geografische Abteilung innerhalb des Unternehmens verantwortlich für die eigene Beschaffung. Indem Geschäftsbereiche Autonomie und Kontrolle über ihre eigenen Prozesse erhalten, wird häufig die allgemeine Zufriedenheit bei der Beschaffung verbessert. Jedoch bringt das dezentralisierte Modell nicht den Vorteil der Steuerung der betrieblichen Ausgaben oder des Angleichens der Geschäftsbereichsziele mit den Gesamtzielen des Unternehmens. Mit geringer oder nicht vorhandener Koordination werden optimale Verfahren, Vorlagen und strategisches Know-how in der Organisation ungleich verteilt. Betriebskosten sind oft sehr hoch.
Direktes Material
Direktes Material wird im Produktionsprozesses verwendet.
Dynamic Commerce
Dynamischer Handel mit nicht festgelegtem Preis. Dabei handelt es sich um den populären Ansatz bei B2B-Unternehmen einer effizienteren Preisbildung. Beispiele hierfür finden sich bei Auktionen und umgekehrten Auktionen.
E2E
Exchange-to-Exchange oder Enterprise-to-Enterprise
EAI
(Enterprise Application Integration) Unternehmensanwendungsintegration Ein Konzept zur unternehmensweiten Integration der Geschäftsfunktionen, die über verschiedene Applikationen auf unterschiedliche Plattformen verteilt sind.
EDI
(Electronic Data Interchange) Elektronischer Datenaustausch
Die Übertragung von Handelsdokumenten auf elektronischem Weg mit standardisierter Formatierung
End-to-End-Solution
Ein herkömmliches e-Business-Schlagwort, wobei End-to-End einen rationalisierten, reibungslosen Informationsfluss und Verbindungen in Echtzeit über eine Wertekette darstellt.
eProcurement
Anfrage/Beschaffung/Einkauf im elektronischen Format.
ERP
(Enterprise Resource Planning) System zur Ressourcenplanung eines Unternehmens.Ein Set von Applikationen, das Unternehmensbereiche wie Human Ressources oder Finanzen automatisiert sowie Aufgaben wie Bestellungsbearbeitung und Produktionszeitplanung erledigt. Beispielsweise können Bestellungen direkt ins betriebliche Planungssystem eingegeben und die Herstellung automatisch koordiniert werden.
eSourcing
Webbasierte Ausführung des Beschaffungsprozesses für Waren und Dienstleistungen.
Exchange – Warenbörse
Auch als e-Marketplace bekannt. Eine Website für den Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen, in der Regel in Auktionen.
FMA
(Financial Management and Accountability) Finanzmanagement und Verantwortlichkeit
FSP
(Fulfillment Service Provider) Erfüllungsdienstleister
Eine Organisation, die Teile oder die gesamte Erfüllung der Kundenwünsche mit eigenen Vermögenswerten und Ressourcen verwaltet und ausführt.
Fulfillment
Im e-Business bedeutet Erfüllung den Prozess der Auslieferung einer Bestellung an einen Kunden und die Automatisierung dieses Prozesses.
Horizontale Börse
Ein e-Marketplace, der Transaktionen für Waren und Dienstleistungen quer über verschiedene Branchen ermöglicht.
Host
Eine Organisation, die Software für eine andere Organisation installiert und betreibt.
Indirekte Waren und Dienstleistungen
Waren und Dienstleistungen, die keinen Teil des Produktionsprozesses darstellen, sondern zur Aufrechterhaltung des Betriebes benötigt werden (z.B. Schmierstoffe, Kopierpapier).
Industry Consortium
Eine Warenbörse, die von verschiedenen Unternehmen innerhalb einer Branche betrieben wird, die ihre Lieferungskette rationalisieren und ihre Kaufkraft verstärken wollen. In der Regel stellen die Mitglieder eines Konsortiums Konkurrenten im „alten Wirtschaftsystem” dar. Covisint hat beispielsweise General Motors, Ford und Daimler-Chrysler als Mitglieder. Laut der Monopolgesetzgebung der Kommission für internationalen Handel dürfen Industriekonsortien keine qualifizierten Handelspartner diskriminieren.
IPO
(Initial Public Offering) Börsengang Der Begriff steht auch für „International Purchasing Office".
JIT
(Just-in-time Inventory) Fertigungsorientierte Lagerwirtschaft Ein Lagerwirtschaftsmodell basierend auf der Idee, dass Angebot und Nachfrage insofern koordiniert werden können, als gewünschte Artikel zeitgerecht mit der Nachfrage geliefert werden, was die Lagerhaltungskosten wesentlich reduziert.
Käufergesteuerte Auktionen
Eine auf den Preis konzentrierte Auktion, bei der Käufer auflisten, was sie kaufen wollen, und Verkäufer konkurrierende Angebote abgeben.
KPI
(Key Performance Indicator) Wichtiger Leistungsindikator
LCCS
(Low-cost Country Sourcing) Einkauf in Billigländern
LLP
(Lead Logistics Provider) Hauptlogistikdienstleister
Eine Organisation, welche die gesamte Palette der Logistik für ein Unternehmen verwaltet, indem die Dienste von verschiedenen Logistikdienstleistern koordiniert und aggregiert werden.
Logistik
Planung, Steuerung, und Kontrolle von Material-, Personen-, Energie-, Finanz- und Informationsflüssen.
Logistics Visibility Provider
Ein internetbasierter Service, der die Integration und Erfassung von Daten von Logistikdienstleistern ermöglicht und diese Daten bereinigt, verifiziert und analysiert sowie über Logistikaktivitäten zur besseren Übersicht über die Lieferkette berichtet.
Maverick Buying
Ein durch ein Unternehmen oder einen Mitarbeiter durchgeführter Einkauf, der nicht mit der Beschaffungsstrategie des Unternehmens im Einklang ist. Dazu gehören die Verwendung von nicht-vertraglichen Methoden der Beschaffung und nichtautorisierte Einkäufe. Wird auch als Schurkeneinkauf (Rogue Purchasing) bezeichnet.
MRO
(Maintenance, Repair and Operations)Wartung, Reparatur, Betrieb
MRO-Produkte sind von einem Unternehmen gekaufte Produkte und Services, die nicht in der Produktion verwendet oder zum Wiederverkauf angeboten werden. Typischerweise gehören zu MRO-Einkäufen Rohstoffe, Computer und Bürobedarf.
MSA
Master Service Agreement
Multi-round eSourcing
Stellt einen eSourcing-Ansatz dar, bei dem Verträge ohne Verhandlungstool wie etwa e-Auction abgeschlossen werden. Bei einem „Multi round eSourcing Event“ werden RFQ/RFP hin und her gesendet. Käufer geben den Lieferanten Feedback, damit diese ihre Antworten zu RFQ/RFP aktualisieren können. Es wird auf eine eher passive Weise eine Wettbewerbssituation unter Lieferanten hergestellt, die in bestimmten Fällen sehr wirksam sein kann, wenn der traditionelle Multi- stage-Ansatz sich zu sehr auf den Preis konzentriert.
Multi-stage eSourcing
Das mehrstufige eSourcing stellt das klassische eSourcing-Szenario dar, bei dem Informationen gesammelt, bearbeitet und Verträge abgeschlossen werden, mittels eines traditionellen RFI-RFQ-Verhandlungsansatzes.
Neutrale Warenbörse
Eine Warenbörse, die von einem Unternehmen geleitet wird und keinen besonderen Branchenfokus hat.
NPC
(Non-price Criteria) Ein Kriterium unabhängig vom Preis
OEM
(Original Equipment Manufacturer) Originalgerätehersteller
On Demand Software
Vgl. dazu Software as a Service (SaaS).
Order/Demand Capture
Dieses System erhält Informationen über eine bestimmte Kundenbestellung, sobald diese aufgegeben wird. Die Software fasst die Kundenbestellungen zusammen, wertet sie aus und berechnet dann, wie viel von einem bestimmten Produkt in der Zukunft hergestellt werden soll.
OTS
(Off the Shelf Products)
Reguläre Massenware
P2P
Peer-to-Peer: Elektronische Dateiaustauschsysteme, mit denen Benutzer Dateien, Computerressourcen, Netzwerke, Bandbreiten und Archive gemeinsam benutzen können.
PCR
(Purchasing Change Request) Veränderte Einkaufsanfrage RFx für ein existierendes Produkt oder eine Dienstleistung und für eine potentielle Neuverhandlung mit dem aktuellen Lieferanten.
PPT
(Purchasing Productivity Tracking) Beschaffungsproduktivitätserfassung
Preismuster
Das Preismuster bezieht sich auf die RFQ-Struktur von eSourcing. Hier wird definiert, wie Lieferanten die RFQ beantworten sollen, und es enthält Eingabefelder, die vom Preis der Komponente bis zu den Lebensdauerkosten gehen können.
Private Warenbörse
Eine Warenbörse, die von einem einzelnen Unternehmen oder einer Organisation geleitet wird.
Procurement
In den USA steht dieser Begriff für alle Aspekte der Beschaffung und des Einkaufs. Das kann sowohl das Finden und die Auswahl eines Lieferanten als auch die Bestellung und den Einkauf wichtiger Warengruppen und damit verbundener Prozesse bedeuten. In Großbritannien hat der Begriff „Procurement“ eine engere Definition und bezieht sich auf den mit der Bestellung und dem Einkauf verbundenen Prozess.
Public Exchange
Ein Branchenkonsortium oder eine Warenbörse im Besitz von Dritten, die ein „Many-to-many-Modell“ anbietet.
Purchasing
Englisch für Einkauf. Ein allgemeiner Begriff, der alle mit Beschaffung und Einkauf verbundenen Aktivitäten beinhaltet.
Recurring Revenue Model
Ein Einnahmenmodell, das auf Abonnementgebühren anstatt auf Vorab-Lizenzgebühren basiert.
Reverse Auction
Auch „Buyer’s Auction" (Käufer-Auktion) genannt. Diese umgekehrte Auktion bringt Käufern den Vorteil, den niedrigsten Anbieter unter Lieferanten/Verkäufer zu finden.
Reverse Logistics
(Umgekehrte Logistik)
Die Lieferkette läuft bei der umgekehrten Logistik entgegengesetzt zum traditionellen Prozess der Bestellungsannahme und Erfüllung. Beispielsweise gehört zur umgekehrten Logistik die Bearbeitung von Kundenrückgaben, die Veräußerung von überschüssigem Inventar und die Rückfahrt von leeren Transportern und Güterwägen.
Reverse Supply Chain Management
Damit ist der Aufnahmeprozess der von den Kunden retournierten Artikel und ihre Aufnahme in der Inventur gemeint. Dazu gehört auch die Bearbeitung der Kundenkreditlinien, Rücksendungsrichtlinien und nicht autorisierte Rücksendungen.
RFI
(Request for Information) Informationsanfrage
Wenn der Käufer den Verkäufer um Informationen hinsichtlich seines Geschäfts und seiner Fähigkeiten bittet.
RFP
(Request for Proposal) Angebotsanfrage
Eine vom Käufer an einen oder mehrere Verkäufer gerichtete Anfrage über vertragliche Preise oder Dienstleistungen für einen bestimmten Zeitraum. Wird auch als Preisanfrage verwendet.
RFQ
(Request for Quote) Angebotsanfrage
Eine vom Käufer an einen oder mehrere Verkäufer gerichtete Anfrage über Preise und Verfügbarkeit einer definierten Menge eines spezifischen Artikels.
ROI
Return on Investment
S3
Damit ist das „Sell-Source-Ship-Modell" für Lieferanten gemeint – im Gegensatz zum traditionellen „Buy-Hold-Sell (BHS)-Modell". Dell Inc. ist das bekannteste Beispiel dafür.
SaaS
Software as a Service
Ein Applikationslieferungsmodell, bei dem der Verkäufer die Applikation betreibt, die von seinen Kunden über das Internet benutzt werden kann. SaaS-Verkäufer verwenden in der Regel eine Multi-Tenant-Architektur, d. h., dass mehrere Kunden die gleiche Software, jedoch mit virtuell getrennten Daten, benutzen. SaaS entwickelte sich zum dominanten Applikationslieferungsmodell für ERP-Software und obwohl es ursprünglich für kleine und mittlere Betriebsgrößen entworfen wurde, nutzen heute viele Groß- und Multiunternehmen das Potential dieses Modells.
SBR
(Supply Base Reduction)
Reduktion der Lieferbasis
SCEM
Supply Chain Event Management. Dieser Begriff beschreibt eine Software, die die Initiative ergreift und Nutzer alarmiert, wenn ein Problem in der Lieferkette auftaucht.
SCL
Supply Chain Leadership
SCM
(Supply Chain Management) Beschaffungsmanagement
Dies bezieht sich auf die Analyse und Bemühungen hinsichtlich einer Verbesserung der Betriebsprozesse für Produkt- und Dienstleistungsdesign, Beschaffung, Fakturierung, Inventarmanagement, Vertrieb, Kundenzufriedenheit und für andere Elemente der Lieferkette. SCM beschreibt den Aufwand für einen Neuentwurf der Lieferkettenprozesse, um dort eine Rationalisierung durchzusetzen.
SCP
(Supply Chain Planning) Beschaffungsplanung
Verkäufer-Warenbörsen
Verkäufer bieten Waren zum Kauf an und Käufer geben dafür Angebote ab.
SG (Sourcing Group) Beschaffungsbereiche
SKU – Lagereinheit
„Stock Keeping Unit“ ist ein Begriff zur Identifikation eines bestimmten Produkts, welches in der Regel alphanumerisch ist. Damit lässt sich das Produkt für Inventurzwecke nachverfolgen. In der Regel steht eine Lagereinheit in Verbindung mit jedem käuflichen Artikel in einem Geschäft oder Katalog. Eine SKU ist nicht dasselbe wie eine Produktmodellnummer eines Herstellers. Die Modellnummer kann aber eine SKU oder einen Teil davon ausmachen. Die SKU wird vom Händler ausgestellt.
SOA
Service-orientierte Architektur
Ein Technologiedesignmodell, das in erster Linie von SaaS-Verkäufern verwendet wird. Viele Entwickler von Unternehmenssoftware glauben, dass Unternehmen mit SOA schneller und kosteneffektiver auf veränderte Marktbedingungen reagieren können, da die Entwicklung modular und speziell für den Benutzer konzipiert ist.
SOI
(Supplier-owned Inventory) Lieferanteninventar
Spend Analysis
Die Ausgabenanalyse bezeichnet die Darstellung der Unternehmensausgaben in Bezug auf Lieferanten und Kategorien.
Spot Buys
Dies sind von einem nicht unter Vertrag stehenden oder strategischen Lieferanten getätigte Einkäufe. Einzelkäufe entstehen in Notfallsituationen, wenn die strategischen Lieferanten des Käufers nicht in der Lage sind, das benötigte Produkt zu liefern.
SPM
(Supplier Performance Measurement) Lieferantenleistungsmessung
SRM
(Supplier Relationship Management) Lieferantenbeziehungsmanagement
Strategische Partner
Eine Stellung, die alle Lieferanten anstreben, ungeachtet dessen, ob sie eine Genom-Datenbank besitzen oder Gummibänder verkaufen.
Strategische Beschaffung
Der Prozess zur Festlegung von langfristigen Lieferanforderungen, der Suche nach Quellen zur Bedarfsdeckung, der Auswahl der Lieferanten, das Aushandeln der Einkaufsverträge und des Managements der Lieferantenleistungen.
T&Cs
(Terms and Conditions)
Allgemeine Geschäftsbedingungen
TCO
(Total Costs of Ownership) Gesamtbetriebskosten
In der Welt des Facility Managements kann TCO auch „Total Cost of Occupancy“ bedeuten.
3PL
(Third-Party Logistics Provider) Fremdanbieter für Logistikdienstleistungen
Eine Organisation, die bestimmte Logistikfunktionen für ein anderes Unternehmen leitet und ausführt und dabei eigene Vermögenswerte und Ressourcen einsetzt.
TOC
(Theory of Constraints) Theorie der Beschränkungen
Gemäß den TOC-Prinzipien stellt ein Betrieb eine Verkettung von voneinander abhängigen Ressourcen dar, wobei nur einige wenige Elemente, die so genannten Beschränkungen unterliegen, das Ergebnis des Gesamtbetriebs bestimmen.
Value-added Services
Jedes Produktangebot, welches über einfache Kauf- und Verkaufs leistungen hinausgeht. Dazu gehören Logistik, gemeinsames Design, Zahlung, Verifizierung und Abrechnung.
Value Assessment
Eine Studie, die dem Empfänger einen schnellen Einblick in Bereiche gibt, die verbessert werden können, inklusive Potential einer Gewinnerhöhung, Änderungen des Erfolgs und Umwandlungsplan.
Value Chain Analysis
Eine Methode zur Analyse des Potenzials, um die Effizienz bei mehreren in der Wertschöpfungskette operierenden Unternehmen und Produktionsschritten zu erhöhen.
Vertikale Warenbörse
Ein e-Marketplace, der einer bestimmten Branche zur Verfügung steht.
Visibility bzw. Total Visibility
Visibilität ist die Fähigkeit, Echtzeit-Informationen zu empfangen und Daten von allen Gliedern einer Lieferkette des Unternehmens, von den Rohstoffen bis hin zum Verbraucherbedarf, einzusehen.
VLP
(Volume Leveraged Purchase) Mengeneinkauf
VMI
(Vendor Managed Inventory) Verkäufermanagement des Inventars Das trifft dann zu, wenn Verkäufer das in ihrem Eigentum befindliche Inventar beim Käufer lagern. Damit werden die Investitionen des Käufers in Inventar minimiert.
Zentralisierte Beschaffungsfunktion
Die zentralisierte Beschaffungsfunktion ist ein neues Beschaffungsmodell, bei dem der gesamte Einkaufsprozess von einer einzelnen Zentralorganisation durchgeführt wird. Mit dem Überblick über die gesamten Ausgaben des Unternehmen, standardisierten Prozessen und dem Austausch von Best Practices hat die zentralisierte Beschaffungsfunktion den Nachteil, dass der örtliche Liefermarkt und örtliche Verbrauchsmuster verloren gehen. Das Risiko von Einzelgänger-Einkäufen kann sich erhöhen, wenn die lokale Einkaufsleitung nicht mit zentralen Entscheidungen, die den örtlichen Einkauf, die Qualität oder die Reaktionszeit beeinflussen, einverstanden ist.